Beziehungsarbeit

Die Konsistenztheorie von Klaus Grawe gibt uns wichtige Hinweise, um die Funktionsweisen von Menschen im Kontext der Befriedigung psychologischer Bedürfnisse zu verstehen. Die Basis unserer vertrauensvollen und wirksamen Betreuungsbeziehung bildet das Ernstnehmen unserer Zielklientel in ihren Grundbedürfnissen und das Unterlassen deren Verletzung. Wir berücksichtigen dabei, dass die persönlichen Bedürfnisse des Einzelnen nicht auf Kosten anderer befriedigt werden dürfen.

Wir unterstützen die Entwicklung kognitiver und verbaler Fähigkeiten unserer Zielklientel, damit sie sich der eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle bewusst werden und sie verbal ausdrücken können. Ebenfalls werden sie dafür sensibilisiert, Wünsche und Bedürfnisse von anderen wahrzunehmen.

In der Vermittlung der Grundsätze des Zusammenlebens und in der Reaktion auf grenzverletzendes Verhalten orientieren sich die Fachpersonen im Rahmen ihrer Aufsichts- und Fürsorgepflicht am Konzept der «Neuen Autorität durch Präsenz» von Haim Omer. Als ein wichtiges Instrument zur Veränderung unangemessener Verhaltensweisen unserer Zielklientel sehen wir das eigene Verhalten. Um den Eskalationsprozessen entgegenzuwirken setzen wir uns daher mit unserer Selbstkontrolle auseinander. Wir pflegen Transparenz und schaffen die erforderlichen, unterstützenden und entwicklungsfördernden Rahmen- bedingungen. Unsere Beziehungsangebote erhalten wir auch in schwierigen Situationen aufrecht. Wir vermeiden Eskalationen und unterlassen Machtkämpfe.

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