Prosoziales Lernen

Am Ende jeder Schulwoche findet im Anschluss an den regulären Unterricht der Juvenatskreis, im Rahmen einer obligatorischen Unterrichtslektion, im Grossveranstaltungsraum statt. Unter Teilnahme der Geschäftsführung, aller Leitungs- und Fachpersonen und der Schüler wird das Plenum als ein Lernort und als ein wesentliches Element der Förderung des prosozialen Lernens genutzt. Die ritualisierte Struktur soll die Sicherheit fördern und Vertrauen schaffen.

In diesem geschützten Rahmen werden Schüler in der Förderung von Selbst- und Sozialkompetenzen, in der Kommunikation, Selbstregulierung von Emotionen, Motivation, Konzentration sowie dem Konfliktmanagement zusätzlich gefördert. Durch den strukturellen Aufbau wird zudem die Partizipation der Schüler unterstützt und das «Wir-Gefühl» sowie die Zusammenarbeit gestärkt.

Der Juvenatskreis unterstützt ebenfalls die Entwicklung einer gemeinsamen Feedbackkultur, fördert die Entwicklung gemeinsamer Werthaltungen und ein gemeinsames Verständnis über allgemeine Grundsätze des Zusammenlebens und der Zusammenarbeit.

Mit Unterstützung der Lehr- und Betreuungspersonen wird dieser Rahmen als ein Lernort gestaltet, in welchem möglichst selbstständig, einzeln oder in Gruppen berichtet, präsentiert und diskutiert werden kann. Die Schüler lernen ihre persönlichen und schulischen Erfolge rückblickend zu präsentieren, ihre Bedürfnisse zu äussern, Kritik sachlich zu formulieren und anzunehmen und die laufenden pädagogischen Prozesse im Sinne der Veröffentlichung nach Haim Omer transparent zu machen.

Der Juvenatskreis dient zugleich der Übersicht, der Information und der Planung anstehender und laufender Projekte im sonder- und sozialpädagogischen Bereich.

 

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